Selbstgemachtes Saatband – schnell und einfach aussäen

Selbstgemachtes Saatband – Warum?

Es vereinfacht die Aussaat

Das neue Jahr ist schon wieder zu einem Zwölftel vorbei. Die Tage werden wieder länger. Die ersten Gärtnerinnen haben schon mit der Fensterbankanzucht begonnen.

Manche Samen dürfen aber auch direkt ins Freiland. Ich möchte dieses Jahr zum Beispiel gern Zwiebeln anbauen. Dafür habe ich mir Samen der Sorte „Stuttgarter Riesen“ gekauft.

Zwiebelsamen sind sehr klein. Genau wie viele andere Samen. Ich habe mehrere Möglichkeiten, um sie in die Erde zu bringen. Entweder als Wurfsaat mit späteren Verziehen. Oder in Reih und Glied.

Mir ist letzteres lieber. Ich hätte gern ein oder zwei Reihen Zwiebeln. Wir brauchen ziemlich viel davon.

Um die Abstände am Beet auszumessen, das Saatloch zu stechen, Samen einzulegen und das Loch zu verschließen, muss ich sehr lang bodennah arbeiten.

Arbeite ich mit einem Saatband bekomme ich zum einen perfekte Abstände hin. Zum anderen bin ich schneller fertig. Da freuen sich mein Rücken und die Kniee.

Selbstgemachtes Saatband ist kostengünstig

Viele Pflanzen kann man auf Saatband schon kaufen. Kostet aber auch entsprechend mehr als ein einfaches Samentütchen.

Für selbstgemachtes Saatband brauchst du nur wenige Dinge. Und die hast du wahrscheinlich im Haus. Der größte Kostenfaktor ist das Saatgut.

Für ein selbstgemachtes Saatband brauchst du nicht viel.

Die Anleitung

Zutaten und Werkzeug

  • gewünschtes Saatgut
  • eine Zeitung
  • etwas Mehlkleister
  • Schere
  • Bleistift
  • Lineal
  • eine Braunüle oder einen Pinsel

Arbeitsschritte

Schneide deine Zeitung in ca 2 cm breite Streifen. Ich mache das nur Pi mal Daumen. Es muss weder schnurgerade noch perfekte 2 cm werden. Ich schneide gern zwei Seiten gleichzeitig. Dann passt der untere Strefen perfekt zum oberen Streifen.

Die Papierstreifen erfüllen auch schief und krumm ihren Zweck.

Schreibe unbedingt auf den Streifen, welches Saatgut darauf ist, um spätere Verwechslung zu vermeiden.

Lege dir dein Saatgut zurecht. Am besten in einer kleinen Schüssel. Dort kannst du es am leichtesten herausnehmen und es kullert nicht vom Tisch.

Den Löffel Mehl vermischst du mit dem Löffel Wasser. Das wird dein Mehlkleber. Die Menge eines Esslöffels sollte ausreichen.

Wenn du eine Braunüle hast, dann ziehst du den Mehlkleister dort hinein. Sonst lege dir deinen Pinsel und das Näpfchen mit dem Mehlkleister zurecht.

Lege deinen Streifen Zeitungspapier an das Lineal. Entweder misst du den Abstand genau aus oder machst es wie ich. Mir reicht der Papierstreifen am Lineal zur groben Orientierung.

Abstände abmessen

Streiche mit dem Pinsel oder tropfe mit der Braunüle überall wo kein Samen liegt etwas Mehlkleister hin. Gebe dann jeweils ein Samenkorn auf die feuchte Stelle.

An jede Markierung etwas Mehlkleber.
Samenkorn einlegen
Etwas Mehlkleber in die Zwischenräume

Anschließend legst du einen zweiten Streifen Papier darauf und drückst ihn an. So kann nichts verloren gehen.

Den zweiten Streifen auf das vorbereitete Band legen und andrücken.

Noch ein bisschen trocknen lassen und fertig ist dein Saatband.

Mein selbstgemachtes Saatband ist fertig
Das Saatband ist fertig.

Ich setze mich damit abends vor dem Fernseher. Da sitze ich eh nur rum und kann die Zeit auch noch für etwas produktives nutzen. Spart mir letztlich dann auch wieder Zeit im Garten.

Selbstgemachtes Saatband kannst du auch für große Samen verwenden. Eine Reihe Erbsen zum Beispiel. Dafür solltest du die Papierstreifen aber breiter schneiden. 5 Zentimeter haben sich bei mir gut bewährt.

Wenn dir Zeitungspapier zu steif ist, kannst du auch Toilettenpapier oder Küchenkrepp verwenden.

Nutzt du schon Saatbänder oder säst du ganz klassisch Loch für Loch aus? Schreib es mir in die Kommentare.

Folge mir auch auf Instagram

Bewerte diesen Beitrag!
[Total: 0 Average: 0]

2 Gedanken zu “Selbstgemachtes Saatband – schnell und einfach aussäen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.